Dienstag, 27. März 2012

Die Farbmaus.

Lebenserwartung: 1,5 – 2,5 Jahre

Gesellschaft: Farbmäuse sind sehr soziale Tiere, welche die Gesellschaft von Artgenossen dringend brauchen.

Gehege: min 80cmx50cm  für 2 Tiere, besser 100cmx50cm 

Futter: Trockenfutter, Frischfutter und Eiweiß (Mehlwürmer..)

Gruppenkonstellation: Vorsicht, bei dieser Tierart können unkastrierte Böcke nicht zusammen gehalten werden, da sie sich sonst nach der Geschlechtsreife gegenseitig bekämpfen. Männliche Tiere können allerdings kastriert werden. Reine weibliche Gruppen funktionieren in der Regel gut.


Montag, 26. März 2012

Noch ein paar Worte zum Schluss :)

So, das waren jetzt die Lebensgeschichten von unseren vierbeinigen Freunden, die euch vielleicht ein wenig von dem Rassewahn abgebracht haben.
Wir hoffen dass es euch gefallen hat und wir euch von den liebevollen Promenadenmischungen überzeugen konnten.

Sonntag, 18. März 2012

Ben - der Grobmotoriker

Als letzten in unserer Reihe möchte ich Ben vorstellen. Ben ist der Meinung, dass ein Schoßhund keinesfalls etwas mit Größe zu tun hat. Im Kopf ist er noch ganz ein Kind und wenn er spielt ist er völlig ausgelassen und kaum noch zu bremsen.

 
Seine Lebensgeschichte ist nicht die Schönste. Er kam mit 1,5 Jahren aus einer Tötungsstation in Ungarn nach Deutschland in ein Tierheim. Er war sehr dünn, aber er war von Anfang an anschmiegsam und sanft. Im Tierheim saß er nur wenige Wochen, denn er kam schnell in eine Familie die ihn liebevoll aufnahm.

Ben ist vom ersten Tag an sehr gelehrig gewesen und beherrscht mittlerweile über 30 Tricks, die er gerne bis zum Umfallen übt. Er möchte vor allem dem Menschen gefallen. Ben ist ein kleiner Grobmotoriker und wenn er mit anderen Hunden spielt kann es durchaus mal vorkommen, dass er seinen Hundekumpel einfach mal über den Haufen rennt. Wenn er nicht gerade spazieren geht, schmust er am liebsten den ganzen Tag und hängt sein Herz an Menschen. Wenn man Ben einmal für sich begeistert hat, hat man einen treuen, zuverlässigen und anschmiegsamen Freund gewonnen, zu dem die Bindung mehr als eng ist. Emotional habe ich mich noch nie so mit einem Hund verbunden gefühlt, wie mit ihm. Ben ist sehr duldsam. Er lässt sich rumziehen, hochheben, von jungen Mädchen betatschen und auf den Rücken legen.



Wenn man ihn kennt, hat man das Gefühl mit einem kleinen Kind zusammen zu leben, welches sich für die einfachsten Dinge begeistern kann und den ganzen Tag nichts als Liebe empfangen möchte. 



Für mich ist Ben das Paradebeispiel dafür, dass ein Mischlingshund aus dem Tierheim die beste Entscheidung des Lebens sein kann und der ganze Rassewahn der zurzeit herrscht vollkommen unsinnig ist, wenn man auf den Charakter des Tiers schaut. Denn was bringt einem zum Beispiel ein reinrassiger Golden Retriever, wenn er bissig und scheu ist?


Die Menschen sollten lernen mehr auf den Charakter von Tieren und auch ihren Mitmenschen zu achten, denn bei der Partner-/Tierwahl geht es um weitaus mehr als Äußerlichkeiten.


Donnerstag, 15. März 2012

Josi - die Hausdiva

Josi ist eine wunderschöne Mischlingshündin, welche es versteht sich in Pose zu setzten und andere Leute um Ihre Pfoten zu wickeln. Sie ist eine Hausprinzessin und hat sich ihre Privilegien sorgfältig erarbeitet.
Sie ist jetzt 7,5 Jahre alt und kommt aus Privater Haltung. Sie war einem älteren Pärchen versprochen. Dort ist sie aber nicht gut gehalten und geschlagen worden, da sie als kleiner Welpe noch unerzogen und nicht stubenrein war.
Da ich den Sohn der „Züchterfamilie“ kannte und er sich erinnerte, dass wir auch Interesse an der einzigen Hündin aus einem sechs Welpen Wurf hatten, hatten wir schon bald einen neuen Familienzuwachs. Anfangs war es ziemlich schwer, an Josi heranzukommen, da geschlagene Hunde genauso wie Menschen Traumen entwickeln können.
Doch nach einer gewissen Zeit hat sich das gelegt. Außer ein Problem ist noch heute erhalten: Wir vermuten, dass sie als Welpe von einer blonden Frau geschlagen wurde und da unsere Tierärztin ebenfalls blond war, hat sie eine Art Trauma gegen blonde Frauen entwickelt. Doch damit ist gut umzugehen, da wir keine Blondinen in der Familie haben. 

 Josis Charakter ist in drei Wörtern gut zu erklären: Sie ist vielleicht pingelich und verwöhnt, aber dennoch außergewöhnlich.
Wenn andere Hunde in eine Dreckpfütze springen steht sie mit angehobenen Pfötchen daneben und denkt sich nur: „Ihhhh… wie können die nur da drin stehen… Die machen sich ja ganz schmutzig…“ ;)
Anfangs bekam sie ihr Fressen sogar aus einem Höhenverstellbaren Futternapf, nur damit die Prinzessin sich nicht bis auf den Boden bücken muss.  Jaja, das ist sie unsere kleine Hausdiva. Aber dennoch ist sie ein super Tier und ich liebe sie und bin froh sie zu haben.