Mittwoch, 15. Juni 2016

Gehören Straßenhunde in deutsche Haushalte?

Meine Antwort darauf ist ein klares Jain.
Offensichtlich gibt es eine Reihe von Pro- und Kontraargumenten, weshalb die Vertreter beider Seiten sich immer wieder, vorallem auf social-media Plattformen, in die Haare kriegen und am Ende zu keinem Ergebnis kommen.
 Meine Beobachtungen und die daraus folgenden Schlussfolgerungen sind in Ungarn gemacht worden. Daraus schließt sich, dass es in anderen Ländern (oder sogar anderen Landteilen) völlig andere Beobachtungen gemacht werden könnten.

Doch was ist eigentlich ein Straßenhund?
Meiner Definition nach sind die Hunde, die man tatsächlich auf der Straße sieht in vier Kategorien einzuteilen.

1. Die gebürtigen Straßenhunde.

Es gibt Hunde, die seit Geburt an auf der Straße leben. Diese schließen sich dem Menschen in der Regel nicht an. Sprich sie haben keinen Zugang zu einem Haushalt und auch keinen Besitzer, und somit auch keine verantwortliche Person. Diese Hunde werden im Höchstfall von Anwohnern, oder Touristen ab und an mal gefüttert, sind aber in ihrem Tun absolut frei und halten sich dort auf wo es ihnen gefällt bzw. wo sie nützliche Ressourcen vermuten (Futter, Wasser, angenehmer Schlafplatz, etc.). Ein Straßenhund ernährt sich in der Regel von Müll, den die Menschen zurücklassen. Der gebürtige Straßenhund hat dem Menschen gegenüber eine gesunde Skepsis und hält meist einen Sicherheitsabstand bzw. braucht sehr lange um Vertrauen zu fassen. Stammt das Tier allerdings von einem Muttertier ab, das keine/ wenig Skepsis dem Menschen gegenüber hat, weil diese ausgesetzt wurde oder in irgendeiner Form Menschenanschluss hat oder wiederum von einer Hündin großgezogen wurde, die dies hatte, kann der Straßenhund in der zweiten oder dritten Generation immernoch positives, offenes Verhalten dem Menschen gegenüber zeigen. Dies hängt natürlich wiederum auch von genetischen Aspekten und den bisherigen Erfahrungen des Tiers ab.

Dieser Welpe wurde auf der Straße geboren.


2. Straßenhund durch aussetzen

Das sind Hunde, die eine verantwortliche Person hatten und von dieser in irgendeiner Form versorgt wurden. Sprich gefüttert wurden, einen Schlafplatz zur Verfügung gestellt bekommen haben etc. Diese Hunde hatten sich also dem Menschen mehr oder minder freiwillig angeschlossen und von dessen Anwesenheit profitiert. Durch den Akt des Aussetzens werden dem Hund bisher vorhandene Ressourcen entzogen und der Hund wird z.B. nicht mehr auf sein Grundstück gelassen oder gezielt an einen anderen Ort gebracht um den Hund in ungewohnter Umgebung ohne Orientierung zurück zu lassen. Diese Hunde werden nach dem Aussetzen auch nicht mehr gefüttert. Dadurch, dass diese Tiere vorher Anschluss hatten und von diesem profitiert haben, ist wahrscheinlich, dass sie sich auch in Freiheit wieder in irgendeiner Form dem Menschen anschließen und versuchen von ihm zu profitieren. Manche Hunde halten sich sogar gezielt in der Nähe von bestimmten Menschen bzw. deren Grundstück auf und verteidigen dieses auch dann.

Ausgesetzte, trächtige Hündin. Sie freut sich, dass Menschen sie besuchen kommen.


3. Freilaufende Besitzerhunde

Freilaufende Besitzerhunde sind Hunde, welche eine verantwortliche Person, also einen Besitzer, haben. Sie werden meist von diesem gefüttert und werden eventuell sogar auch anders versorgt (z.B. medizinische Behandlungen, sicherer Schlafplatz, etc.). Die Haltung von freilaufenden Besitzerhunden ist mit der Haltung von Freigängerkatzen in Deutschland zu vergleichen. Die Hunde haben also immer wieder Zugang zu ihrem Grundstück, verbringen aber auch viel Zeit auf der Straße. Die Hunde verbringen ihr Leben also in Freiheit, sind aber im Idealfall kastriert und gechipt (in Ungarn zum Beispiel gibt es eine Chippflicht für Besitzerhunde), kriegen regelmäßig etwas zu fressen und erleben den Menschen als wertvolle Ressource. Der freilaufende Besitzerhund schließt sich auch gerne immer wieder neuen Menschen an, je nach dem welche Ressourcen diese ihm bieten können.

Freilaufender Besitzerhund "Dingo". Er schließt sich immer wieder ausgewählten Touristen an.





4. Hunde die sich selbst ausgesetzt haben

Die Überschrift ist natürlich ein bisschen sarkastisch zu sehen. Kein Hund setzt sich wirklich selbst aus. Dennoch gibt es Gründe aus denen ein Hund abhanden kommt, ohne dass sein Besitzer ihn wirklich aussetzt. So gibt es Hunde, die bei einem Spaziergang einem Hasen hinterher hetzen und nicht mehr heim finden, in der Läufigkeit sich auf die Suche nach dem anderen Geschlecht machen und dann verschwinden, oder sich aus für den Hund logischen Gründen auf den Weg machen um bessere Gegebenheiten zu finden.

Läufige Schäferhündin auf der Suche nach Rüden.



Sieht man sich diese Übersicht von Straßenhundtypen an, wird schnell klar, dass man zwischen den Individuen unterscheiden muss um die Frage, ob diese Hunde in deutsche Haushalte gehören, beantworten zu können. Ein Hund, der auf der Straße geboren wurde und nie positiven Kontakt zu Menschen hatte, wird sich in fast allen Fällen mehr als schwer tun, wenn er in einen Haushalt soll. Ein freilaufender Besitzerhund, welcher es bis dato nicht kennt eingesperrt zu sein und Probleme selbstständig löst, wird höchstwahrscheinlich nicht zum zahmen, gehorsamen Vorzeigehund. Dennoch werden diese grundverschiedenen Straßenhundtypen unter dem großen "Straßenhundlabel" in einen Topf geworfen. Die meisten von ihnen passen sich an ein Leben im deutschen Haushalt mehr oder minder nahtlos an. Dennoch gibt es Hunde, die nach Deutschland kommen und massive Eingewöhnungsschwierigkeiten haben, was zum Teil auf das Unwissen vieler Halter, aber auch auf die bisherigen Erfahrungen die der Hund gemacht hat zurück zu führen ist. Je nach dem welcher Straßenhundetyp also ist, ist es einfacher oder schwerer für den Hund sich anzupassen.

Die große Frage ist also: Welche Erwartungen habe ich an den Hund?


- Ist das neue Zuhause auf dem Land oder in der Stadt?
- Darf der Hund Jagdtrieb haben?
- Muss der Hund alleine bleiben können?
- Muss der Hund immer überall dabei sein können?

Wir und mit uns auch die Gesellschaft erwarten eine ganze Menge von Hunden, die in einer Familie leben. Sie sollen alleine bleiben können, uns zu spannenden Orten wie dem Biergarten begleiten, Fuß gehen, sich mit jedem Hund verstehen, abrufbar sein und ihr Fressen auf Kommando ausgeben.
Das kann für einen Hund sehr viel und vorallem unlogisch sein.

Es gibt so viele verschiedene Individuen, sowie es auch so viele verschiedene Arten von einem "neuen Zuhause" gibt. Ein Hund, der sich in den einen Haushalt so gar nicht anpassen will, fühlt sich in einem anderen vielleicht sehr wohl.
Was ich damit sagen will ist, dass die Antwort auf die Frage "Gehören Straßenhunde in deutsche Haushalte" nie ein klares Ja oder Nein sein kann, da es für mich immer eine Einzelfallentscheidung sein wird.

Es gibt Hunde, die sich auch nach Jahren scheinbar nicht an unsere Gesellschaft anpassen wollen. Diesen Hunden tut man sicherlich einen Gefallen, wenn man sie in dem für sie funktionierenden System verweilen lässt.

Auf der anderen Seite gibt es unzählige Tiere, die in einem liebevollen Haushalt aufblühen und sich wohl und geborgen fühlen und das ist eine weit höhere Zahl an Tieren.

Am Ende ist es wichtig die zu retten, die gerettet werden möchten und sich nicht an den menschlichen Vorstellungen eines guten Hundelebens festzuklammern.

Straßenhündin Kroshi, welche kastriert und wieder der Straße entlassen wurde.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Markerwort / Clickwort

Wahrscheinlich wirkt es unheimlich belustigend, mich auf dem Feld mit meinen Hunden stehen zu sehen. Da stehe ich und flöte fröhlich Wörter wie " Top" und "Yes" vor mich hin und wiederhole das immer und immer wieder zu scheinbar zufälligen Zeitpunkten. Beobachtet man mich genauer, sieht man mich dann ab und an Leckerchen werfen, oder plötzlich in eine andere Richtung sprinten. Das ist sicherlich spannend anzusehen, doch was soll der Unfug?

Was ich dort im Begriff bin zu tun ist Markertraining. Sicherlich kennen viele schon das bekanntere Clickertraining. Hierbei findet eine Konditionierung (Verknüpfung) zwischen positiven Verhalten, Clickgeräusch und einer Belohnung statt.

Beim Markertraining nimmt man statt dem Click einfach ein kurzes Wort, welches man im Alltag bisher nicht häufig verwendet. Ansonsten ist das Prinzip das Selbe.

Was also dort auf dem Feld passiert ist:

Hund sieht Fremdhund   
     "Top"                                         Leckerchen fliegt
 und verhält sich ruhig         (Markerwort folgt)                     (Belohnung)
(positives Verhalten)

Aber was genau passiert denn da?
Ist das Markerwort gut eingeübt, kündigt dieses immer eine Belohnung an. Das eben gezeigte Verhalten wird also punktgenau bestätigt und sagt: " Das fand ich klasse, dafür gibt es was!". Die Belohnung kann (und sollte auch) völlig unterschiedlich aussehen. Dies hängt davon ab, welche Möglichkeiten man hat und womit sich der Hund motivieren lässt. Als Belohnung eingesetzt werden kann z.B. : Futter, freundliche Worte, Streicheln, Spielzeug, Rennen und noch vieles mehr. Die Möglichkeiten sind unerschöpflich. Der Einfachheit halber greife ich im weiteren Text nur die Belohnung mit Futter auf.
Um diese Trainingsmethode so wirkungsvoll wie möglich zu machen, ist es also wichtig, dass man selbst ein sehr genaues Timing hat um dem Hund für das gezeigte Verhalten im richtigen Moment zu belohnen.

Beispiel:

Hund sieht Fremdhund               "Top"                                   Leckerchen fliegt
und bellt bereits                         Markerwort folgt                   (Belohnung)


Welches Verhalten wird in diesem Beispiel verstärkt?
Richtig, man verstärkt das bellen.
Das Markerwort ist also für die Verstärkung von Verhalten zuständig (denn wo belohnt wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhalten wieder gezeigt wird) und verstärkt nicht nur positives Verhalten.
Deshalb ist es so wichtig das Markerwort bewusst und punktgenau zu nutzen.
 Vorallem am Anfang ist es wichtig einfache Situationen zu markern, um dem Hund erst einmal ein Gefühl dafür zu geben was man überhaupt von ihm will.

Hier ein Beispiel mit meinem Pflegehund wie Markertraining im Alltag aussehen kann. Zu Beginn wird er dafür bestätigt, dass er sich zu mir umorientiert. Danach dafür, dass er zwei Menschen ruhig angesehen hat, die in unsere Nähe kamen. Anschließend markere ich kleinere Kommandos. Zu diesem Zeitpunkt ist Rexi circa eine Woche bei mir.


Aber reicht es denn nicht einfach Leckerchen zu füttern?
Klar reicht es, aber es erschwert einem das Hundetraining auch um einiges.


Belohnt man direkt durch ein Leckerchen und markert das Verhalten nicht mit Click oder Wort, entsteht eine kleine Zeitspanne zwischen Verhalten und Belohnung, in der das Verhalten nicht stoppt, sondern weiter läuft. Zum Beispiel könnte der Hund bis dahin bellen oder zu uns laufen und ist der Hund bei uns angekommen belohnen wir nicht das ruhige Angucken von einem anderen Hund, was zwei Sekunden vorher geschehen ist, sondern das zu uns hin laufen oder bellen.
Eine Belohnung ohne Marker muss also immer unglaublich schnell und genau erfolgen um auch präzise Ergebnisse bringen zu können. Tut man das nicht, fördert man unwissentlich vielleicht Verhalten, das man nicht haben möchte.

Montag, 9. Mai 2016

Herr Ober, ich hab ein Haar in meiner Suppe!

Wer sich einen Hund anschafft, darf sich darauf einstellen, dass dieser viel haart, schließlich ist ja sein ganzer Körper mit Haaren bedeckt und die will er im Fellwechsel ja alle abschmeißen und erneuern. Ist ja klar oder?
Das ist klipp und klar.
ABER! Jammern wird man ja wohl noch dürfen!
Die Haare sind üüüüüberall! Im BH, in den Schuhen, im Essen, auf der frisch gewaschenen Wäsche, selbst auf der Tastatur fallen mir welche auf, während ich schreibe. Sie sind einfach überall.
Wie kleine Spione warten sie in jeder Ecke und  kaum hat man gesaugt, scheint der Boden in rasender Geschwindigkeit wieder bedeckt zu sein.
Da heißt es Krieg den Haarmonstern und möglichst oft saugen, Hunde im Garten auskämmen und fleißig die Kleidung "fusselbürsten". Manchmal hilft es mit anderen Hundehaltern über das Drama zu klagen, denn geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid. Drum rum kommt man nämlich nicht und so kann man nur noch darauf hoffen, dass der Fellwechsel bald vorrüber ist.

Sonntag, 8. Mai 2016

Familienzuwachs 2.0

Seit November 2013 bereichert Kormi unser Rudel. Sie stammt aus dem Tierheim Eger in Ungarn und wird nun im September 6 Jahre alt . Seit sie bei uns einzog gab es einige körperliche und verhaltenstechnische Aufs und Abs, an denen wir fleißig feilen. Frustrationstoleranz, Hundebegegnungen und alleine bleiben waren in der ersten Zeit unsere größten Hürden. Schnell fanden wir heraus, dass sie Türen aufmachen kann, sich mit Futter auch gerne selbst versorgt (freundlicherweise zieht sie es vor in Gesellschaft zu Essen und trägt geklaute Baguettes auf das Hundebett im Wohnzimmer) und beim Gassi gehen die Ohren gerne mal auf Durchzug stellt. Aber warum haben wir uns denn dann so einen schwierigen Zweihund angeschafft?
Die Antwort darauf ist ganz einfach: Weil sie zu mir passt. 
Die Probleme, die ein neuer Hund in der Familie mit sich bringen kann haben wir zu Anfang zweifelsohne unterschätzt. Klar gab es Tage, an denen ich verzweifelt war, aber wie bei so vielen Dingen im Leben bin ich in die Probleme meines Hundes und das damit verbundene Handling hereingewachsen. An Kormi habe ich in den zwei Jahren mehr gelernt als an jedem anderen Hund und die Fortschritte, die man an ihr und in meinem Handeln mit ihr erkennen kann sind gewaltig.
Einen schwierigen Hund zu halten ist sicherlich nicht leicht, aber im Endeffekt ist es wunderbar so wie es ist, denn Kormi hat genau die richtigen Probleme. Richtig für mich, weil ich mit ihnen umgehen kann. In den zwei Jahren haben wir viel über Gesundheitschecks (Röntgenbild, Blutbild, genaue Überprüfung der Schilddrüsenwerte, Vorstellung bei einer Tierphysiotherapeutin.) und Trainieren nach positiver Verstärkung erreichen können und Kormi kann nun langsam auch an den Dingen teilnehmen, die man so im Kopf hat, wenn man sich das Leben mit Hund vorstellt. (Zum Beispiel sie mit ins Geschäft zu nehmen, sie mal eben einen neuen Hund kennen lernen lassen und sie einfach ab und an alleine zu Hause zu lassen.) 
Für unsere gemeinsame Zukunft haben wir großes geplant und wir gedenken nicht mit unserer Entwicklung aufzuhören. Schon bald steht eine gemeinsame Reise in Kormis Heimatland an und wir bleiben gespannt, was es dann davon zu berichten gibt.


Dienstag, 3. Mai 2016

Reinlichkeit bei Farbmäusen

Entgegen der hartnäkigen Gerüchten, dass Mäuse völlig unhygienische Tiere wären, sind diese possierlichen Tiere alles andere als dreckig oder unsauber. Sie putzen sich selbst und sie putzen sich gegenseitig. Es gibt Tiere, die einen regelrechten Putzfimmel entwickeln und andere Mäuschen (oder sich selbst) die Haare schon fast "rasieren". Das gegenseitige Putzen stellt in einer Farbmausgruppe einen Sozialenaspekt dar, dient in Stresssituationen aber auch als Übersprungshandlung und gehört zur täglichen Körperhygiene bei Farbmäusen. Farbmäuse halten zudem ihre Schlaforte weitestgehend sauber und suchen sich (meist meherere) Ecken im Gehege in denen sie ihren Urin hinterlassen.

Freitag, 22. April 2016

Goldhamster artgerecht halten

Goldhamster sind die etwas größeren Verwandten der Zwerghamster. Auch diese sind in Zoogeschäften sehr oft im Verkauf und damit eine der, wenn nicht sogar die am häufigsten vertretene Hamsterart auf dem Markt. Auch Goldhamster gibt es mittlerweile in allen möglichen Farben.
Goldhamster füllen mit ihrer Größe grade mal eine Hand und haben ein Gewicht von circa 80-150g.
Dennoch haben diese kleinen Tierchen große Bedürfnisse, die in Gefangenschaft nur schwer zu befriedigen sind.
Doch wie sieht denn die artgerechte Haltung dieser Tiere aus?
 

Das Gehege

Goldhamster haben ein riesige Bewegungsbedürfnis. Daher ist ein Käfig, der mindestens 100 x 50cm groß ist ein absolutes MUSS. Dennoch ist diese Fläche ein Witz zu dem, was die kleinen Nager sonst in freier Wildbahn laufen. Daher kann auch auf ein Holzlaufrad (Plastik und Metall wird angenagt und ist gefährlich) mit mindestens 29cm Durchmesser (bei kleinerem Durchmesser erleiden die Tiere eine Rückgratverkrümmung) nicht verzichtet werden. 
Damit Hamster ihr Fell gut pflegen können, muss man ihnen feinen Sand als Sandbad anbieten.

Ernährung

Hamster ernähren sich überwiegend von Körnerfutter. Zusätzlich benötigen sie 1-2 Mal die Woche Eiweiß in Form von Mehlwürmern, Quark, oder Naturjoghurt. Auch Gemüse sollte mehrmals wöchentlich gefüttert werden. Geeignet sind zB. Paprika, Chicoree, Gurke,... Obst sollte nur sehr selten gefüttert werden, da es viel Fruchtzucker enthält und Hamster zu Diabetes neigen.



Farbschläge bei Farbmäusen

Fälschlicher Weise wird noch oft angenommen, dass Albinomäuse eine eigene Art bilden. Dies ist aber durch und durch falsch. Wir sprechen hier ausschließlich über Farbmäuse, allerdings können viele Informationen auf andere Tierarten übernommen werden.
Doch welche Farbschläge gibt es denn nun bei Farbmäusen?
Albino beschreibt einen Farbschlag (weißes Fell, rote Augen), genauso wie Agouti (wildfarben), Black Tan (Rücken schwarz, Bauch hell braun), oder Siam (helles Fell und dunkel um Schnauze &Ohren ). Eigentlich wird das Wort "Albino" auch eher umgangsspachlich verwendet. Die korrekte Bezeichnung wäre: "Pink eyed white", welche die rötlichen Augen und das weiße Fell beschreibt.

Die geläufigsten Farben sind wohl Albino, Black Tan, Schwarz-weiß Schecken und braun-weiß Schecken.
Allerdings unterscheidet man bei den Farbvarianten auch unter verschiedenen Zeichnungsvarianten. Diese hier auszuführen wäre allerdings sehr kompliziert.
Kurz um, die Farbmaus hat ihren Namen zu recht.
Hier sind die häufigsten Färbungen aufgeführt:

Farbmaus in "pink eyed white"

Farbmaus in "Agouti"

Farbmaus in "Black Tan"

Ein schwarz-weiß Schecke
nochmal ein schwarz-weiß Schecke

Farbmaus in "Red"

Braun-weiß Scheckendame


Sonntag, 21. Juli 2013

Zwerghamster in der artgerechten Heimtierhaltung


Zwerghamster sind (genauso wie Mäuse) klein und niedlich und werden daher von Menschen sehr schnell in ihren Bedürfnissen unterschätzt. Bei den Zwerghamstern unterscheidet man in verschiedene Arten.
In Dsungarische Zwerghamster, Campbell Zwerghamster, Roborowski Zwerghamster  und Chinesische Zwerghamster.

Allgemeine Infos über die verschiedenen Arten:

Dsungaren:
Reine Dsungaren sind mittlerweile eine Rarität. Da Dungaren sich mit Campbells verpaaren können, gibt es kaum noch reine Dungaren. Wenn beide Arten verpaart wurden, handelt es sich um Hybriden.
Dsungaren werden in der Regel 1,5-3 Jahre alt und sollten ein Gewicht zwischen 35g und 60g erreichen. 

Campbell:
Campbell Zwerghamster haben eine Lebenserwartung von 1,5-3 Jahren. Ihr Gewicht soll ebenfalls zwischen 35g und 60g liegen. Campbells ähneln Dsungaren nicht nur vom Aussehen, sondern auch die Ansprüche sind zu vergleichen.
Entgegen der anderen Zwerghamsterarten, weisen die Campbell Zwerghamster eine hohe Farbvarianz auf. Es können verschiedene Farben auftreten. Von fast ganz schwarz, über rot-orange bis zu fast ganz weiß sind keine Grenzen gesetzt.

Roborowski:
Der Roborowski ist der kleinste der Zwerghamsterarten und dementsprechend auch sehr flink. Seine Lebenserwartung liegt zwischen 1,5 und 2,5 Jahren und erreicht nur ein Gewicht von 25g bis 40g. 

Chinese:
Der Chinesische Zwerghamster ist der größte der Zwerghamsterarten. Er erreicht ein Alter von 2 bis 4 Jahren. Sein Gewicht sollte im Idealfall zwischen 30 und 50 Gramm betragen.
Der Chinese ist in der Heimtierhaltung von den Zwerghamsterarten am wenigsten anzutreffen und das ist auch gut so, denn er hat einen noch höheren Platzbedarf als die anderen Zwerge und dem können viele Halter nicht oder nur schlecht gerecht werden.


Das Gehege:
Oft werden in "Fachbüchern" der geringe Käfigmaße als artgerecht angegeben, allerdings sind diese Informationen nicht an die Bedürfnisse der Hamstern angepasst und veraltet. Als Faustregel kann man sich für die Gehegegröße nehmen, dass der Käfig mindestens 1qm groß sein sollte, damit der Hamster seinen Bedürfnissen artgerecht nachkommen kann. Damit Hamster ihr Fell gut pflegen können, muss man ihnen feinen Sand als Sandbad anbieten. 



Die Ernährung:
Hamster ernähren sich überwiegend von Körnerfutter. Zusätzlich brauchen sie 1-2 Mal die Woche Eiweiß in Form von 1-2 Mehlwürmern, Quark, oder Naturjoghurt. Außerdem brauchen Hamster 1-2 Mal die Woche Gemüse. Hierbei kann man Paprika, Chicoree, Gurke, usw. füttern. Obst sollte nur sehr selten gefüttert werden, da Hamster oft zu Diabetes neigen.

Sozialkontakte:
Die meisten Hamsterarten sind Einzelgänger. Nur sehr wenige Zwerghamster können auf Dauer in kleinen Gruppen leben und wenn dies praktiziert wird, gehört das in wirkliche Fachhände.

Hamster und Kinder:
Oft werden Hamster als Haustier für kleinere Kinder angeschafft. Der Gedanke dahinter (nämlich das Aufwachsen des Kindes mit Tieren) ist sicher löblich, allerdings sind Hamster für kleine Kinder leider relativ ungeeignet. Hamster sind klein, haben dünne Knochen, sind schnell und vor allem mögen sie es nicht oft zum streicheln aus dem Gehege genommen zu werden. Auch können Kinder noch nicht die Verantwortung für das Füttern des Tiers oder das Saubermachen des Geheges übernehmen. Daher ist es angeraten, dass Kinder nur unter Aufsicht der Eltern mit dem Hamster Kontakt aufnehmen dürfen und die Eltern das Kind darüber aufklären, dass Hamster sehr zerbrechlich sind und Hamster (vorallem tagsüber) ihre Ruhe haben wollen.


Freitag, 5. Juli 2013

Freddy - spielen, spielen, spielen!

Huhu, hier meldet sich Freddy!
Heute war ein ganz toller Tag und eigentlich ist es momentan auch eine ganz tolle Zeit. Ich darf momentan ganz oft mit meiner Schwester Lupine spielen und ganz oft kommen auch andere Hunde zu Besuch. Die finde ich alle ganz wundervoll und mag immer den ganzen Tag mit ihnen spielen. So mancher findet das leider gar nicht so toll, aber ein paar flitzen auch mit mir über die Wiesen und wir haben jede Menge Spaß!
Aber seht selbst!

Es grüßt ein vom Spielen müder Freddy.


Freitag, 10. Mai 2013

Freddy - Dümpeln, schwimmen, plantschen

Hier meldet sich ein hechelnder Freddy zurück.
Draußen wird es immer wärmer und mein böses Frauchen zwingt mich trotzdem mit spazieren zu gehen. Immerhin war ich die letzten Tage viel mit Schwester Lupine und Onkel Ben unterwegs. 
Aber seht selbst. 

Ich gehe jetzt schnell schlafen, damit ich morgen wieder viel spielen kann.


  

Donnerstag, 31. Januar 2013

Freddy - Schafe... sowas komisches!

Heute waren wir mal wieder unterwegs. Mein Frauchen freute sich tierisch, dass an die 100 wollig flauschige Wesen auf einer Wiese standen. Als wir näher kamen, fingen diese überdimensional großen Wattebälle an zu laufen und zu blöken. Das fand ich total komisch, aber Frauchen fand diese Dinger total toll. Also bin ich mal hinterher gedackelt. Zu meinem Erstaunen kamen diese seltsamen Dinger dann auf uns zu. Hatten die denn gar keine Angst?

Mein Frauchen streckte todesmutig dann einen Arm nach diesen Wesen (die sie Schafe nannte) aus und streichelte eines dieser wolligen Dinger.

Gott sei Dank gingen wir danach schnell wieder weiter. 
Was für eine unglaublich seltsame Begegnung.

Schnell wieder zurück in mein warmes Bett.

 Allerliebste Grüße
Freddy

Sonntag, 9. Dezember 2012

Freddy - Der Zahnwechsel

Hier meldet sich Freddy!
Seit einer ganzen Weile tut mein Maul ganz schrecklich weh. Meine Mamis sagen, dass meine Zähnchen durchbrechen. -Was auch immer das heißen soll. Dauernd reden sie was von "Zahnwechsel". Ständig schaut mir Frauli 1 in den Mund und zählt wie viele Zähne schon fehlen. Ich habe zwischen den Zeilen mitbekommen, dass sie wohl heimlich darauf hofft, ich würde ihr einen Zahn vor die Füße spucken. Sie hat mir sogar erzählt, dass eine Zahnfee kommt wenn ich mit dem Ding rausrücke und es sogar eine eigene Dose kriegt. Das finde ich aber ganz schön blöd. Ich habe lieber alle Zähne bei mir und schluck sie einfach runter. Das gute an der Sache ist aber, dass ich seitdem mehr Pansen bekomme. Der schmeckt einfach köstlich. Und dieser Duft... einfach himmlisch!

(Möchte man feindlichen Lagern Glauben schenken, so wird behauptet, dass diese Delikatesse stinken soll! Das ist -mit Verlaub- Rufmord!)


Des öfteren schnappe ich mir auch mal einen von Frauli's Stinkestiefeln. Momentan finde ich sowieso alles toll worauf man rumkauen könnte. Schuhe, Stöcke, Knochen, Kiefernzapfen und das ist sehr zum Leidwesen von meinen beiden Frauchen. Das kann ich gar nicht verstehen und kümmert mich auch recht wenig.

Es grüßt ein von Schmerzen geplagter Freddy,
welcher trotz allem noch jede Menge Blödsinn anstellen kann.

Hier hatte Freddy noch seine kleinen, spitzen Welpenzähnchen.

Donnerstag, 22. November 2012

Freddy -eine Plüschnase bereichert unser Team!

Hallo, ich bin Freddy seit 2 Monaten bin ich bei meinen beiden Frauchen und ich habe mich schon richtig gut eingelebt. Dass mich die beiden gefunden haben war eher Glück (oder Zufall ). Sie machten mit meiner Patentante (die sich sofort in mich verliebt hat) Urlaub in Ungarn und sahen mich dort mit meinen 4 Geschwistern. Wir saßen in einem kleinen Verschlag. Unsere Mutter durfte uns nicht mehr säugen und wir waren von oben bis unten von Krabbelviechern übersäht. Trotzallem nahmen meine Patentante (Pusteblume) und Frauli 1 mich und meinen Bruder sofort auf den Arm. Frauli 1 war ganz hin und weg von meinem Bruder. Ganz versunken spielte sie mit ihm. Eine ganze Woche haben wir Welpen die drei dann nicht mehr gesehen. In ihren Köpfen hat es gebrodelt bis zum geht nicht mehr. Sie haben herum telefoniert, in der Hoffnung irgendwelche Pflegeplätze für uns zu finden. Unser Besitzer drohte damit uns zu erschlagen und sie haben alles getan, dass das vermieden wird. 

Letztendlich durften wir 5 kleinen Zwerge dann zu meinen 2 Frauchen ziehen. Sie wurden von ganz lieben Menschen in Egèr unterstützt die dafür sorgten, dass wir nach Deutschland durften. Doch kaum waren wir angekommen, kamen nach ein paar Tagen schon die ersten Menschen um uns anzuschauen.

Da wurden wir wieder zum Gassi gehen gefahren.















 Als Ersten hat es meinen Bruder Lenny erwischt. Der Mann verliebte sich sofort in ihn und Lenny fühlte sich sichtlich wohl. Fast zeitgleich (oder doch ein bisschen vorher?) entschlossen sich Freunde von meinen beiden Frauli's meine Schwester Lupine zu sich zu nehmen. Die sehe ich immernoch alle paar Tage, weil sie gar nicht weit von mir weg wohnt. (In ihrem neuen Zuhause ist sie eine kleine Königin und die Katzen jagen ihr gar keine Angst ein.)

Auch mein Bruder Terry (der jetzt mittlerweile Joshi heißt) fand dann seine Menschen. Dort passt er super rein und er ist glücklich in seinem neuen Heim.

Als letzte ging dann Nikita. Sie hat auch zwei Frauchen bekommen. Sie war ein echter Wunschhund und wird sehr geliebt. Auch sie passt perfekt in ihre Familie.

Und was ist mit mir? Ich habe mich ganz langsam in das Herz meiner Menschen geschlichen und habe hier jetzt einen Platz für die Ewigkeit gefunden.

Das war der Anfang in unser neues Leben.
Bald werde ich weiter berichten.

Euer Freddy.


Ja, auch ich war mal ein kleiner Wutz. Doch jetzt bin ich schon richtig groß!

Kampfhunde -Teil 2 / Der Charakter

Der Charakter eines Lebewesens setzt sich für mich aus seinen Erfahrungen, Veranlagungen und seiner Erziehung zusammen. Daher kann man den Charakter grundsätzlich nicht verallgemeinern. Weder bei Rassen, noch bei ganzen Arten. Allerdings sind viele Listenhundgegner der Ansicht, dass von den gelisteten Hunden eine allgegenwärtige Bedrohung ausgeht, die auch durch eine konsequente Erziehung nicht behoben werden kann.

Dies halte ich selber für Schwachsinn. Ich habe 5 Jahre ehrenamtlich in einem Tierheim gearbeitet und bin auch so viel mit meinem Hund unterwegs, sodass ich mir persönlich ein Bild von diesen Tieren machen konnte. Die Tiere, die ich kennen lernen durfte, waren die liebsten und aufgeschlossensten Wesen der Welt. Ihr Charakter war vorallem von Anhänglichkeit geprägt und schmusen war das Größte für sie.

Staffordshire Bullterrier und Co.  nennt man in Großbritannien sogar "Nanny Dogs", da sie als sehr kinderlieb und zuverlässig gelten. Außerdem sind diese Hunde für ihre Intelligenz bekannt.

Natürlich mag es sein, dass es auch Tiere gibt, die nicht gut sozialisiert sind und auch keine Beißhemmung haben. Das liegt für mich aber grundsätzlich am Halter. Da diese Rassen sowieso schon verschrien sind, werden sie gerne von Leuten in der rechten Szene (oder ähnlichem) als Statussymbol missbraucht.

Eine gute und frühzeitige Sozialisierung ist das A und O in der Hundeerziehung und es ist erstaunlich wie viele Halter das leider nicht ordentlich hinbekommen. Ob nun ein Dackel, ein Pudel, ein Staffordshire Bullterrier oder eine Dogge nicht richtig sozialisiert wurden macht für mich persönlich keinen großen Unterschied. Die Aufgabe des Halters ist es seinen Hund gut zu sozialisieren und artgerecht auszulasten. Wenn man diese Punkte einhält, kann man den tollsten Hund der Welt haben. Unabhängig von Rassezugehörigkeit oder Vorurteilen.

Wer immernoch Listenhunden kritisch gegenüber steht, sollte sich auf alle Fälle mal die Zeit nehmen und in ein Tierheim gehen und ein paar Listis kennen lernen, denn das sind wahnsinnig aufgeschlossene und wundervolle Tiere.

Vielen Dank für die Bilder an das Tierheim Hamburg-Süderstraße!
(Oben abgebildet ist Jay-Jay ... welcher schon ein neues Zuhause gefunden hat!)

Pacco sitzt immernoch im Tierheim Hamburg-Süderstraße und wartet auf seine Menschen!

Freitag, 9. November 2012

Kampfhunde -Teil 1 /Die Liste

-Der Unterschied zwischen Gerücht und Wirklichkeit

Das Wort "Kampfhund" ruft bei vielen Menschen gleich die Gedanken an ein Horror-Szenario hervor.

Diese großen, bösen Bestien die nur von Rechtsradikalen gehalten werden. Bissig und kaum zu bändigen. -Kaum ein Hund zu nennen. Agressiv und immer bereit zum Angriff. Töten selbst ihre Artgenossen.

Stop!

Lösen Sie sich von diesem Denken. Ist ihnen jemals in den Sinn gekommen, dass das alles nur üble Vorurteile sind? Denn das sind sie! Sogenannte Kampfhunde (kurz SoKas) beschrenken sich keinenfalls auf nur eine Rasse. Das Wort Kampfhund beschreibt auf einer Liste (die Tiere werden auch Listenhunde oder "Listis" genannt) zusammen gefasste Rassen, von welchen angeblich eine gesteigerte Agressivität -also ein erhöhtes Risiko- ausgehen soll.

 Die Liste ist unterteilt in:

Listenhunde der Kategorie 1. Wozu diese Rassen zählen:

  • American Pitbull Terrier

  • Bandog

  • American Staffordshire Terrier

  • Staffordshire Bullterrier

  • Tosa Inu


Listenhunde der Kategorie 2. Wozu diese Rassen zählen:

  • Alano

  • American Bulldog

  • Bullmastiff

  • Bullterrier

  • Cane Corso

  • Dogo Argentino

  • Bordeaux Dogge

  • Fila Brasilèiro

  • Mastiff

  • Mastin Espanol

  • Mastino Napoletano

  • Dogo Canario

  • Perro de Presa Mallorquin

  • Rottweiler


    Diese Liste gilt für Bayern, ist aber von Bundesland zu Bundesland verschieden.
    Sie ist wohl das strittigste Thema unter Hundefreunden. Sie ist stark anzuzweifeln und sollte meines Erachtens noch einmal überdacht werden.